Rechenschwäche - Was ist das?

Rechenschwäche - Was ist das?

Rechenschwäche, auch Dyskalkulie genannt, beschreibt Schwierigkeiten von Kindern, mathematische Inhalte, speziell der Arithmetik, zu erlernen.

Grundlegende Fertigkeiten wie Mengenerfassung und Mengenverständnis, eins-zu-eins-Zuordnung, Zählen und Vergleichen, werden nicht automatisiert und so fallen die weiteren Schritte schwer oder sind unmöglich.

Oft brauchen die Kinder eine individuelle Erklärung um Zusammenhänge zu verstehen und Rechenvorgänge zu automatisieren.

Da auch intensives Üben nicht weiter hilft, entsteht bald eine generelle Abneigung gegen Rechnen und Mathematik.
Noch schlimmer ist allerdings das Gefühl der Kinder: „Ich kann das nicht!“ „Ich bin dumm!“

Schon in der Grundschule, im Zahlenraum bis zehn, im Verständnis von Ziffern und Mengen und der vier Grundrechenarten, entwickeln sich Schwierigkeiten, die die Kinder durch eigene Strategien zu lösen versuchen. Strategien, die bei späteren Aufgabenstellungen der Mathematik meist nicht mehr funktionieren oder zu viel Zeit in Anspruch nehmen:

Zählendes Rechnen

Zum Ende des ersten Schuljahres sollten die Kinder vom Zählenden zum Strategischen Rechnen gekommen sein. Geschieht dies nicht, verfestigt sich das Zählende Rechnen. Die Kinder kennen oder benutzen nur eine Strategie – das Zählen mit den Fingern.

Einseitiges Zahlenverständnis

Zahlen werden nur als Ende einer Aufzählung verstanden.
Die Beziehung zu anderen Zahlen und Rechenoperationen wird nicht erkannt.

Rechenoperationen

Plus wird als weiterzählen und minus als rückwärtszählen begriffen. 
Dabei steht das reine Zählen im Vordergrund und es wird kein Bezug zu Mengenveränderungen hergestellt.